ERP ist kein Projekt. Es ist Teil des Unternehmens.

Wer ERP als Projekt behandelt, das irgendwann “erfolgreich abgeschlossen” sein soll, unterschätzt seine eigentliche Aufgabe: ein wirksamer Teil des Unternehmens zu werden. So selbstverständlich wie der Maschinenpark oder das Vertriebsteam. Und genauso pflegeintensiv, lernfähig – und wertvoll.
ERP ist kein Projekt

Passung ist wichtig – aber dann sind Offenheit und Flexibilität gefragt

Ein Missverständnis vorweg: Wir bei OpenZ setzen sehr wohl auf Passung. Wir nehmen nur Projekte an, bei denen wir die Anforderungen eines Unternehmens zu mindestens 90 % mit unseren Standards abbilden können.
Wenn das nicht gegeben ist, sagen wir auch mal Nein – im Interesse des Kunden und unserer eigenen Kapazitäten. Denn was nützt ein Projekt, das nach Monaten voller Sonderprogrammierungen finanziell und funktional auf der Kippe steht?
Aber: Wenn die Passung stimmt, dann greift, was wir hier schreiben. Dann wird aus einem ERP-System kein starres Korsett, sondern ein Sparringspartner für echte Weiterentwicklung.

Die „Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht“-Haltung produktiv hinterfragen

In der Praxis erleben wir es trotzdem häufig: Prozesse gelten als unantastbar. Jede bisherige Eigenheit soll sich exakt abbilden lassen – möglichst ohne Reibung, ohne Kompromiss.

Aber ERP heißt auch: Altes hinterfragen.
Unser System OpenZ ist nicht im Elfenbeinturm entstanden, sondern mit echten Kunden im Maschinen- und Anlagenbau, in der Elektronikfertigung, im Mittelstand. Da steckt Erfahrung drin – und Prozesse, die sich in der Praxis bewährt haben.

Der bessere Weg: sich dem System offen annähern, statt es direkt zu „erziehen“. Was nach Einschränkung klingt, ist oft eine Vereinfachung: weniger Sonderfälle, weniger Reibung, mehr Fokus auf das Wesentliche.

Einführung in 2 Wochen – und dann?

Ein typisches OpenZ-Projekt ist schnell aufgesetzt. In der Regel läuft das System nach spätestens zwei Wochen produktiv. Was nicht bedeutet, dass dann alles fertig ist – sondern: Es beginnt.

Viele unserer Kunden starten gezielt mit einem Teilbereich – z. B. der Lagerverwaltung – und weiten den Einsatz dann schrittweise aus. Andere wollen von Anfang an das ganze Unternehmen integrieren.

In beiden Fällen gilt:
ERP ist kein Setup mit Abschluss, sondern ein ständiger Begleiter, der Impulse gibt, Widersprüche aufdeckt – und hilft, das Unternehmen weiterzuentwickeln.

Perfektionismus: Der Feind der Wirkung

Was in unseren Projekten oft ausbremst, ist kein technisches Problem. Es ist eine Haltungsfrage.
Vor allem im deutschsprachigen Mittelstand stoßen wir auf eine Perfektionismusfalle:

  • Die Erwartung, dass alles zu 100 % sofort passen muss
  • Die Angst vor kleinsten Abweichungen
  • Das Unvermögen, mit Ambivalenz oder minimalem Risiko umzugehen
ERP wird zum Sündenbock, wenn es nicht sofort die gewohnte Welt abbildet – anstatt als Gelegenheit gesehen zu werden, genau diese Welt zu hinterfragen.
Natürlich versprechen viele Systeme „totale Kontrolle – subito!“. Aber wer ERP ehrlich denkt, weiß: Kontrolle entsteht durch Klarheit, Prozesse und Lernbereitschaft – nicht durch Illusionen.

Die wichtigste Entscheidung ist keine technische

ERP ist keine Frage von Modulen oder Benutzeroberflächen.
ERP ist eine Frage der Zusammenarbeit.

Wollt ihr ein digitales Abbild eurer Vergangenheit?
Oder ein Betriebssystem für euer zukünftiges Unternehmen?

Wer Letzteres will, braucht Mut zur Veränderung. Und einen Partner, der das mitträgt – technisch, fachlich und menschlich.

Fazit: ERP ist nie „fertig“ – und genau das ist seine Stärke

Die gute Nachricht: Wer das Prinzip verstanden hat, bekommt mit OpenZ einen echten Mitspieler. Kein starres System, sondern eine Lösung, die sich mit euch weiterentwickeln kann.

Und wenn es mal hakt? Dann ist das kein Fehler – sondern ein Gesprächsanlass.
Denn genau darum geht es:

ERP ist kein Sklave, den man beschimpft, wenn er nicht tut, was man will.
ERP ist ein Mitspieler, wenn man ihm Beachtung schenkt.